Kooperation mit Schader-Stiftung

Die Schader-Stiftung in DarmstadtDas nächste Arbeitstreffen des DFG-Erkenntnistransferprojekts „Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung“ am 6./7. November 2014 und die Abschlusstagung am 6. März 2015 werden in Kooperation mit der Schader-Stiftung in Darmstadt stattfinden.

Die Schader-Stiftung stellt mit dem Schader-Forum Räume und Unterstützung bereit, um den Dialogs zwischen Gesellschaftswissenschaften und Praxis zu fördern. Dieses Ansinnen passt hervorragend zur Idee der Erkenntnistransferprojekte der DFG im allgemeinen und auch zum Projekt „quartier entwickeln“, in dem die drei Wissenschaftspartner Geographisches Institut der Universität Bonn, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH mit den vier Praxispartnern HOCHTIEF Solutions AG formart NRW, Leipziger Stadtbau AG, Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig und Stadt Dortmund zusammenarbeiten.

Fünftes Projekttreffen am 5./6. Juni 2014 in Dortmund – zu Gast bei Stadt+Handel

Foto des Phoenix Sees / von flightlog, Lizenz: CC.BY.20 (flickr)Zwei Besonderheiten prägten das fünfte Projekttreffen in Dortmund. Zum einen die Fahrradtour am 5. Juni 2014, auf der die Kollegen des  ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Neubauquartiere in Dortmund erlebbar machten, zum anderen der Tagungsort des „eigentlichen“ Projekttreffens: die Räumlichkeiten des Büros Stadt+Handel direkt am PhoenixSee, die uns von dessen Gesellschafter Ralf Beckmann freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

Inhaltlich prägte das sechste Treffen die Diskussion um die Erfassung von Standortqualitäten, Szenarien zur Quartiersentwicklung sowie Überlegungen, das Produkt des Projektes, das „Handbuch für Wohnungsmarktakteure“ vielleicht als langfristig weiter zu entwickelndes Instrument zu konzipieren, dass mit jeder Anwendung der vorgeschlagenen Methodik weiter wachsen kann. Inwieweit eine solche Entwicklung im Rahmen eines projektorientierten Vorgehens möglich ist, muss bis zum nächsten Treffen weiter geklärt werden.

Viertes Projekttreffen: 16./17. Januar 2014 in Leipzig

Gebäude des IfL in LeipzigNach einer Besichtigung ausgewählter Bestände der Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig am Nachmittag des 16. wurden am 17. Januar 2014 in den Räumen des Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) die inhaltlichen Themen für das Projekt weiterentwickelt. Einer abschließenden Betrachtung der definierten Nachfragecluster folgte die Diskussion der überarbeiteten Erhebungsinstrumente für Quartierssteckbriefe.

Neben einem Austausch über die Weiterentwicklung der Instrumente zur Öffentlichkeitsarbeit ergab sich die Möglichkeit einer Reflexion der Optionen und Hemmnisse durch spezifische Sichtweisen und Interessenlagen der beteiligten Partner. Eine solche systematische Aufbereitung der jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen und daraus resultierender möglicher Handlungs- und Kooperationsoptionen ist als Element jeder Kooperation unterschiedlicher Partner zu empfehlen.

Bei diesem Projekttreffen wurde auch die Idee diskutiert, mit der Leipziger Stadtbau AG einen weiteren Partner aus dem Bereich Immobilien-Projektentwicklung mit in das Projekt zu integrieren.

Drittes Projekttreffen am 25./26. November 2013 in Bonn

Gebäude des Geographischen Instituts der Universität BonnNeben der weiteren Entwicklung der Nachfragegruppen und ihrer Standortbedürfnisse, die aus der umfangreichen Empirie des von der DFG geförderten Vorläuferprojektes „Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen“ abgeleitet werden konnten, stand beim Dritten Projekttreffen die Diskussion möglicher Quartierstypen im Vordergrund. Am 25. und 26. November 2013 trafen sich die Vertreter der drei Wissenschaftspartner Geographisches Institut der Universität Bonn, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH und der drei Praxispartner HOCHTIEF Solutions AG formart NRW, Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig und Stadt Dortmund im Geographischen Institut in Bonn.

Die Detailfragen zu Nachfragegruppen und Quartierstypen wurden bei diesem Treffen besonders vor dem Hintergrund der Frage der Form des Endproduktes diskutiert. Die ursprüngliche Idee, ein „Handbuch für Wohnungsmarktakteure“ zu entwickeln, wurde hinterfragt und für weitergehende Vorstellungen geöffnet. Die Homepage und der Flyer wurden diskutiert und im Grundsatz verabschiedet.

Zweites Projekttreffen am 12. Juli 2013 beim ILS in Dortmund

Gebäude des ILS in DortmundAm 12. Juli 2013 trafen sich die Vertreter der Partner aus Wissenschaft und Praxis im ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund. Ziel des Treffens war der Austausch zu den ersten Arbeitspaketen mit Entwürfen für die Abgrenzung von Nachfragegruppen und deren Standortbedürfnissen. Besonders die Vertreter der Praxispartner waren gefordert, die Konzepte mit Blick auf ihre unterschiedlichen Anwendungsfelder zu diskutieren.

Während ein Wohnungs-Bestandshalter wie die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig ein großes Interesse an der langfristigen Bindung ihrer Mieter und Genossen hat, ist für einen Projektentwickler wie HOCHTIEF Solutions AG formart NRW diese Perspektive zwar nicht unbedeutend, wichtiger ist jedoch eine möglichst zutreffende Einschätzung von zukünftigen Käufern in neuen Standorten und Quartieren, in denen investiert werden soll. Die Stadt Dortmund hat schließlich noch stärker als ein Wohnungsunternehmen die Gesamtstadt mit ihren unterschiedlichen Quartieren im Blick und versucht langfristige Entwicklungen auch auf der Nachfrageseite möglichst frühzeitig zu erkennen, um gegebenenfalls reagieren zu können.

 

 

Erstes Projekttreffen in Bonn / „quartier entwickeln“ erfolgreich gestartet

Gebäude des Geographischen Instituts der Universität BonnAm 4. und 5. April 2013 trafen sich Vertreter der sechs Partner aus Wissenschaft und Praxis zum ersten Projekttreffen im Geographischen Institut der Universität Bonn. Das Projekt „Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung“ oder kurz „quartier entwickeln“, das von der DFG als Erkenntnistransferprojekt gefördert wird, startet mit der Diskussion der Arbeitsplanung und der Verteilung der Arbeitspakete.

Neben den drei Wissenschaftsinstitutionen Geographisches Institut der Universität Bonn, Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH sind auch die drei Praxispartner HOCHTIEF Solutions AG formart NRW, Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig und Stadt Dortmund vertreten. Trotz der intensiven Diskussionen in der Phase der Antragstellung wird es im Laufe des Projektes besonders interessant sein, die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen der Partner konstruktiv zusammen zu bringen.

Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung

Schrägluftbild; Quartier Hamburg-Hoheluft

Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt zur Entwicklung einer Entscheidungshilfe für Wohnungsmarktakteure

Im Projekt werden Entscheidungshilfen für Akteure des Wohnungsmarktes erarbeitet, die es erlauben, die zu erwartende Entwicklung von Wohnstandorten und Stadtquartieren im Hinblick auf mittel- und längerfristige gesellschaftliche Trends einzuschätzen.

Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen des DFG-Projekts „Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen“ auf, dass das Geographische Institut der Universität Bonn, das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH in Dortmund und das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig gemeinsam bearbeitet haben.

Das neue Vorhaben ist als ein gemeinschaftliches Projekt mit vier unterschiedlichen Wohnungsmarktakteuren als Anwendungspartnern konzipiert. Die Stadt Dortmund mit verschiedenen Fachbereichen, die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG Leipzig sowie die HOCHTIEF Solutions AG formart NRW und die Leipziger Stadtbau AG als privatwirtschaftliche Immobilienentwickler decken ein breites Spektrum potenzieller Akteure auf Wohnungsmärkten ab.

Im Zusammenwirken mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen wird ein Handbuch für ein Verfahren entwickelt und erprobt, das die Bedürfnisse der Nachfrager mit den Handlungsmöglichkeiten der Anbieter auf den Wohnungsmärkten verknüpft. Im Ergebnis entsteht ein übertragbares nachfrageorientiertes Bewertungsinstrument, mit dem die verschiedenen Wohnungsmarktakteure eine qualitativ differenzierte Verknüpfung von Standortbedürfnissen auf der Nachfrageseite und Standortqualitäten auf der Angebotsseite im Bestand und Neubau vornehmen können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 04/2013 bis 03/2015.

Erste Ergebnisse zum Vorläuferprojekt „Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen“ finden Sie auf der Seite Literatur. Eine kurze Zusammenfassung des Projektes finden Sie auch in unserem Flyer quartierentwickeln.de / Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung, den Sie als pdf (ca. 1MB) herunterladen können.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an:
Michael Lobeck
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn
+49 228 73-60212
lobeck@geographie.uni-bonn.de