Kooperationsprojekt will Kluft zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage verringern

Pressemitteilung des Instituts für Länderkunde (IfL)
17. April 2013

Ein jetzt gestartetes Projektvorhaben widmet sich der Frage, wie das Wohnungsangebot besser auf die Wohnbedürfnisse verschiedener Nachfragegruppen abgestimmt werden kann. Ziel ist es, der Praxis konkrete Handlungsempfehlungen zur längerfristigen Steuerung der Quartiersentwicklung an die Hand zu geben.  

Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Vielfalt, neuen Arbeits- und  Familienmodellen, der Ausdifferenzierung von Lebensstilen und einer Bevölkerung, die immer älter wird, sind Stadtplanung und Wohnungswirtschaft vermehrt an einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung der städtischen Quartiersbestände interessiert. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL), der Universität Bonn und des ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung wollen in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit Anwendungspartnern versuchen, die Standortbedürfnisse verschiedener Nachfragegruppen stärker mit der Angebotsseite, den Standortqualitäten von unterschiedlichen Quartieren  abzugleichen.

Bei der Auswahl der Praxispartner sind mit der Leipziger Wohnungsbaugenossenschaft UNITAS eG, der HOCHTIEF Solutions AG formart NRW und der Stadt Dortmund bewusst unterschiedliche Wohnungsmarktakteure berücksichtigt worden. Das verspricht die Integration von breit gefächertem Praxiswissen in die Forschung und neue Impulse und Forschungsfragen für eine anwendungsorientierte Wanderungs- und Wohnungsmarktforschung. Das vom IfL bearbeitete Teilprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugenossenschaft UNITAS eG entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und inwieweit ein genossenschaftlicher Wohnungsbestand besonders geeignet ist, um auf neue  gesellschaftliche Wohnbedürfnisse zu reagieren.

Das jetzt gestartete Vorhaben „Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung:  Entscheidungshilfen für Wohnungsmarktakteure mittels eines nachfrageorientierten  Bewertungsinstrumentes“ wurde gemeinsam von Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt vom  Geographischen Institut der Universität Bonn, IfL-Direktor Prof. Dr. Sebastian Lentz und Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Direktor des ILS in Dortmund, entwickelt. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Dauer von 24 Monaten gefördert und baut auf den Forschungsergebnissen der drei genannten Einrichtungen aus dem ebenfalls von der DFG finanzierten Kooperationsprojekt  „Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen“ auf.

Ansprechpartner im IfL:
Karin Wiest (Tel. 089 55 26 59 74, K_Wiest@ifl-leipzig.de),
Giulia Montanari (Tel. 0341 600 55-136, G_Montanari@ifl-leipzig.de)

Die Pressemitteilung als Download (pdf; 344 KB)

 

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